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[Rezension]: Du wolltest es doch – Louise O’Neill

Daten zum Buch:

Titel: Du wolltest es doch
Autor/in: Louise O’Neill
Verlag: Carlsen
Formate: Hardcover, Taschenbuch, eBook
Seitenzahl: 368
Erschienen: Juli 2018
Preis: 18,00€
ISBN: 978-3-551-58386-4

Sie ist das Opfer, 
doch plötzlich wird sie zur Täterin gemacht.
Erschreckend und aufwühlend!

Inhalt (Carlsen Verlag):

Emma ist hübsch und beliebt, die Jungs reißen sich um sie. Und sie genießt es, versucht, immer im Mittelpunkt zu stehen: Das Mädchen, das jeden herumkriegt. Bis sie nach einer Party zerschlagen und mit zerrissenem Kleid vor ihrem Haus aufwacht. Klar, sie ist mit Paul ins Schlafzimmer gegangen. Hat Pillen eingeworfen. Die anderen Jungs kamen hinterher. Aber dann? Sie erinnert sich nicht, aber die gesamte Schule weiß es. Sie haben die Fotos gesehen. Ist Emma wirklich selber schuld? Was hat sie erwartet – Emma, die Schlampe in dem ultrakurzen Kleid?

Ein aufwühlendes, vielfach preisgekröntes Buch.

Meinung:

„Du wolltest es doch“ ist ein Buch, welches einen aufgewühlt, sauer und so unfassbar emotional zurücklässt. Es ist sicher nicht für jeden geeignet, denn das Thema ist einfach heftig und wer generell eher Probleme mit der Thematik Vergewaltigung hat, sollte sich überlegen, ob er das Buch wirklich lesen möchte.

Am Anfang bekommt man Emma präsentiert, die sich unmöglich benimmt, sehr freizügig rumläuft und eine ziemlich schlechte Freundin ist. Man entdeckt aber auch die Unsicherheit, die dahintersteckt und dass sie alles tut um positive Aufmerksamkeit von ihrer Umgebung zu bekommen. Nach dem Vorfall haben wir ein gebrochenes Mädchen, welches sich in ihrem eigenen Körper nicht mehr wohlfühlt und alles dafür tun würde, dass es endlich vorbei ist.

Während des Lesens hatte ich dauerhaftes Herzklopfen, weil diese Geschichte so unfassbar und doch so realistisch ist. In Zeiten von Social Media verbreiten sich solche Sachen wie ein Lauffeuer. Ich war so schockiert von der Art und Weise wie Täter vorgingen, dass ich immer wieder den Kopf schütteln  und mir immer wieder ins Gedächtnis rufen musste, dass es „nur“ ein Buch ist. Aber ist es das wirklich? Solche Vorfälle passieren immer wieder und es ist erschreckend, dass Frauen, denen so ein Übergriff widerfährt, sich selbst die Schuld geben, weil ihr Kleid vielleicht zu kurz war. Wann sind wir in einer Zeit angekommen, in der den Opfern die Schuld zugewiesen wird?

Dieses Buch ist unfassbar wichtig für unsere Gesellschaft und gerade deshalb ist das Ende perfekt, da es kein erzwungenes, Friede-Freude-Eierkuchen Ende hat, sondern einen mit diesen aufwühlenden Gedanken zurücklässt!

Fazit:
Ein Thema, welches wirklich wichtig ist und in diesem Buch absolut ungeschönt und mit einem sehr realistischen Ende dargestellt wird. Wer allerdings mit krassen Themen eher Probleme hat, sollte sich überlegen ob er mit dem Inhalt umgehen kann.

Bewertung: Ich werde hier keine Sterne-Bewertung abgeben. Das Thema ist zu wichtig, um anhand von Sternen gewertet zu werden! Ich kann nur eine absolute Leseempfehlung aussprechen

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